Physiotherapeutin/Gesundheitswissenschaftlerin
In einem der wundesten und schmerzlichsten Momente meines Lebens, als mir der Boden unter den Füßen weggezogen worden war, griff ich, ohne auch nur eine Sekunde zu überlegen, zu meinem Handy und wählte eine Nummer, die ich gefühlt seit Jahrzehnten nicht mehr gewählt hatte. Woher auch immer dieses Gefühl kam und warum auch immer ich diesen tiefen Wunsch verspürte – alles in mir sagte: Ruf jetzt genau diesen Menschen an.
Und wer ging ran? Sascha.
Dass ich angesichts meines unaufhörlichen Schluchzens, Jammerns und bisweilen verzweifelten Schreiens überhaupt zu verstehen war, wage ich zu bezweifeln. Aber das, was dann kam, kann ich bis heute nicht fassen: ein „zeitloses“ Gespräch, während ich wie von der Tarantel gestochen in meinen Crocs durch die Natur schlurfte, völlig aufgelöst, und mich dabei derart verstanden, geschätzt und gesehen fühlte wie nie zuvor. Hinterher fühlte ich mich wie nach einem Marathonlauf, bei dem ich völlig erschöpft, aber unendlich erleichtert irgendwie ans Ziel gekommen war.
Seit diesem Moment begleitet mich Sascha (und mittlerweile auch meine Kinder und meine Familie) – und ist für mich weit mehr als ein Freund geworden.
Abgesehen von diesem damals so verletzenden Erlebnis sah ich mich aufgrund einer lebensbedrohlichen gesundheitlichen Krise mit einer Situation konfrontiert, die sowohl mein Menschsein als auch mein Personsein infrage zu stellen schien. In diesem tiefsten Tal durfte ich erfahren, was Begleitung, Vertrauen und tiefe Zuversicht bedeuten.
Eigentlich könnte ich sagen, dass ich ohne Sascha möglicherweise weder Mensch noch Person geblieben wäre – so fühlte es sich an. Denn abgesehen davon, dass er mich verstand, begeisterte er mich dafür, selbst etwas zu tun. Ganz praktisch, ganz niederschwellig und doch verdammt effektiv – und das auf eine Weise, bei der schon das Tun selbst Freude bereitet, ohne zu überfordern. Ein Tun, das auch etwas bei den Menschen in meinem Umfeld bewirkte. Man könnte sagen: vom Rollstuhl zurück auf die eigenen Füße. Und von einer drohenden Abhängigkeit zurück in ein Gefühl von Freiheit.
Ein zentrales Thema unserer Zusammenarbeit war und ist mein Selbstwert: dieses Gefühl, nie richtig zu handeln, nie richtig zu entscheiden – als Mutter, als Frau, als Kollegin, als Therapeutin –, bisweilen grundsätzlich selbst falsch zu sein. Zweifeln, zweifeln und noch mal zweifeln. An dem, wer ich bin. An dem, was ich kann und bewältigen kann - sei es im familiären oder beruflichen Umfeld oder bei der Frage, ob ich die Kraft und das Durchhaltevermögen habe, meinen Promotionsweg mit all seinen Höhen und Tiefen bis zum Ende durchzustehen.
Sascha will nicht nur verstehen und annehmen – er tut es. Einfühlsam, zugewandt, beständig, zuverlässig und klar. Und genau dadurch gelingt es mir mehr und mehr, mich, meine Mitmenschen und mich im Zusammensein besser zu verstehen. Mehr und mehr gelingt es mir auch, ganz anders auf die Dinge zu schauen – mitunter ganz „leer“. Und zu atmen. Tiefe Theorie in konkrete Alltagsübungen übersetzt. Was will man mehr...einfach nur Danke.
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Nutzen
Leistungen
Durchführung
Beratung
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Sehr Gut (5,00)