Sonjas und meine Wege kreuzten sich zu einer Zeit, in der ich innerlich „nur noch funktioniert“ habe. Nach einer sehr herausfordernden und komplikationsreichen Schwangerschaft, einem Notkaiserschnitt aufgrund schwerer Präeklampsie sowie HELLP-Syndrom, psychischer Gewalt auf der Wochenbettstation und der Neugeborenensepsis meiner gerade einmal 21 Tage alten Tochter war ich sowohl körperlich, aber vor allem psychisch, ein Wrack. Die Diagnose stand nach einigen Monaten: PTBS.
Es war nicht einfach „anstrengend“ oder „etwas viel“ - es war tief erschütternd. Mein Körper hatte überlebt, ja, aber mein Nervensystem war 24/7 im Ausnahmezustand. Trigger, wohin das Auge reicht, pausenlose Anspannung, dieses ständige „Ich muss wachsam sein“, ein Selbstwertgefühl, das faktisch nicht mehr vorhanden gewesen ist, Bindungsprobleme mit meiner Tochter, Selbstvorwürfe bis hin zu Selbsthass bestimmten meinen Alltag. Mit der Zeit habe ich gemerkt: Das ist nicht etwas, das man mit einfachem "Zähnezusammenbeißen" zur Seite schiebt. Für meine Tochter, mein näheres Umfeld und für mich selbst war mir klar: Ich MUSS handeln, es MUSS sich etwas ändern.
Schon ab dem ersten Kontakt wusste ich: Bei Sonja wird es ganz anders sein, als ich es von früheren Therapeutinnen gekannt habe. Sonja hat eine Ruhe, die nicht gespielt wirkt; eine Präsenz, die sagt: Du musst hier nichts beweisen, nichts schönreden, nichts „brav“ aushalten. Ich habe mich endlich ernst genommen gefühlt - nicht nur mit den Fakten meiner Geschichte, sondern mit dem, was darunter liegt: Angst, Ohnmacht, Schuldgefühle, Überforderung, dieses „Ich hätte doch…“, „Warum war ich nicht…“, „Wieso kann ich nicht einfach dankbar sein?“.
Was Sonja für mich so besonders macht, ist die Kombination aus fachlicher Kompetenz und echter, traumasensibler Empathie. Sie führt nicht „durch ein Programm“, sondern durch einen Prozess. Klar, strukturiert und gleichzeitig unglaublich feinfühlig und an die individuellen Bedürfnisse angepasst. Sie merkt, wann es Tiefe braucht und wann Stabilisierung. Wann ein Schritt dran ist und wann es wichtiger ist, erst einmal wieder Boden unter den Füßen zu bekommen. Genau diese Balance hat mir gefehlt, weil ich nach meiner Erfahrung keinen weiteren Ort mehr ertragen hätte, an dem ich mich „falsch“ fühle.
Ich liebe außerdem, dass Sonjas Arbeit ganzheitlich ist - dass nicht nur der Kopf „verstehen“ muss, sondern der Körper wieder Sicherheit lernen darf. Atem, Entspannung, Übungen, die man wirklich in den Alltag integrieren kann - auch dann, wenn man als Mama kaum Zeit hat. Und das ist ein riesiger Punkt: Es ist nicht nur „eine Stunde Gespräch“, sondern echte Hilfe, die nachhaltig wirkt, weil man Werkzeuge bekommt, die bleiben. Genau diese Kombination aus einfühlsamer Begleitung + Übungen/Materialien/Onlinezugang sehe ich als riesigen, absolut einzigartigen Pluspunkt.
Was mir ebenfalls extrem geholfen hat: Ich hatte das Gefühl, nicht allein zu sein. Sonja schafft einen Raum, in dem man sein darf - mit allem. Ohne Scham. Ohne „Reiß dich zusammen“. Ohne dieses gesellschaftliche „Hauptsache, das Baby ist gesund“. Ja, natürlich bin ich dafür unendlich dankbar und gleichzeitig darf etwas traumatisch gewesen sein. Beides DARF gleichzeitig existieren. Diese Erlaubnis hat bei mir so viel gelöst.
Ich möchte auch betonen: Ich war skeptisch, ob Online-Begleitung sich „echt“ genug anfühlt, und ich kann heute sagen: JA! Sonja ist auch auf Distanz spürbar. In akuten Momenten und auch generell ist Sonja dank ihrer Begleitung via Messenger auch jederzeit erreichbar. Das ist für mich persönlich eine unschätzbare Hilfe und Erleichterung im Alltag.
Heute kann ich sagen: Durch Sonjas Begleitung habe ich nicht einfach „darüber geredet“. Ich habe Stück für Stück zurück ins Leben gefunden. Zurück in meinen Körper. Zurück ins Vertrauen. Ich kann wieder atmen, ohne dass mein Inneres sofort Alarm schlägt. Ich kann Mama sein, ohne innerlich permanent gegen eine unsichtbare Welle anzukämpfen. Und ich kann meine Geschichte halten ohne dass sie mich jedes Mal verschlingt.
Wenn Du, lieba Mama, das hier liest und irgendetwas in Dir sagt: „Ich sollte doch längst drüber hinweg sein…“, dann bitte glaub mir: Du musst da NICHT alleine durch. Und Du musst nicht erst, so wie ich, „ganz am Boden“ sein, um Dir Hilfe zu erlauben. Sonjas Arbeit ist eines der wertvollsten Geschenke, die ich mir als Mama gemacht habe und ich würde mich immer wieder dafür entscheiden.
Danke, liebe Sonja. Von Herzen ❤️. Du hast mich gerettet!
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