Ich bin erst in Woche fünf meiner Schulzeitreise®️ und trotzdem merke ich schon jetzt, wie sich mein Blick auf mich und meine Kinder langsam verändert.
Ich habe lange versucht, es allen recht zu machen. Während ich anderen Grenzen setzen wollte, sind meine eigenen immer mehr verschwommen. Besonders beim Lernen entsteht in mir schnell ein innerer Druck – wie eine Suppe, die langsam wieder anfängt zu brodeln. Ich hatte das Gefühl, als Mama alles organisieren, tragen und auffangen zu müssen. Mein Päckchen wurde dadurch immer schwerer.
Durch den Brief an mein inneres Schulkind habe ich verstanden, wie präsent meine eigene Geschichte noch heute am Hausaufgabentisch ist. Innerhalb weniger Minuten hatte ich eine ganze Seite geschrieben. Obwohl ich schon viel innere Arbeit gemacht habe, war mir vorher nicht bewusst, wie stark dieser Anteil noch mit am Tisch sitzt. Als Kind habe ich selbst wenig Zuspruch und Nähe bekommen. Heute erkenne ich, warum ich die Gefühle meiner Kinder sofort auffangen und lösen möchte. Dabei darf ich lernen: Ich muss nicht alles retten. Manchmal reicht es, einfach da zu sein.
Auch meine Tochter Amelie beginne ich anders zu sehen. Früher habe ich ihren klaren Willen oft als „bockig“ empfunden. Jetzt erkenne ich darin immer häufiger ihre Stärke. Sie setzt Grenzen und sagt offen, was sie denkt. Manchmal brauche ich kurz, um das anzunehmen. Danach denke ich: Wie gut, dass sie sich traut, für sich einzustehen. Das hätte ich mich als Kind nicht getraut. Schon nach dieser kurzen Zeit bin ich viel häufiger stolz auf sie.
Auch bei den Hausaufgaben zeigen sich erste kleine Veränderungen. Mein alter Gedanke „War ja klar, jetzt kommt wieder das trotzige Kind“ taucht zwar manchmal noch auf, doch ich kann ihn inzwischen öfter unterbrechen. Ich muss nicht alles einfordern, korrigieren oder verbessern. Manchmal denke ich heute: „Es ist doch einfach wurscht, Christine. Das spielt gerade gar keine Rolle.“
Ein wichtiger Perspektivwechsel ist für mich das Bild des Marienkäfers: Früher habe ich vor allem auf die schwarzen Punkte geschaut. Heute beginne ich, das große Ganze zu sehen und klarer wahrzunehmen, was für wundervolle Kinder ich habe.
Gleichzeitig übe ich, meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Ich habe meinen Mann konkret gebeten, mir etwas abzunehmen, und ausgesprochen, was ich brauche und wie es mir damit geht. Ich muss nicht mehr alles allein tragen.
Ich stehe noch ganz am Anfang und vor mir liegen viele weitere Schritte. Trotzdem spüre ich schon jetzt: Die Schulzeitreise®️ ist genau meine Heilreise. Ich bin tief berührt und stolz, dass wir diesen Weg als Familie begonnen haben. Diese Reise für unsere Kinder, unsere Beziehung und unser zukünftiges Leben zu gehen, ist für mich jeden Cent wert. ❤️
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